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Zu viel Freizeit schafft Langeweile

Gerade im Moment bekommt man auf einigen Fernsehsendern zu sehen, dass allzu viel Freizeit gar nicht so gesund ist. Man kann sich nicht immer nur mit entspannenden und schönen Dingen beschäftigen. Die Folge von übermäßig viel freier Zeit ist Langweile, Unterforderung und somit Frust.

Menschen, die arbeitslos sind, fallen irgendwann in fast immer den gleichen Rhythmus. Der Tag besteht nur noch aus lange Schlafen, Essen, Fernsehen und Einkaufen, sofern nötig. Das billige Internet bietet einen weiteren Grund, die Couch nicht mehr zu verlassen. Das stumpfe und triste Leben zwischen zweifelhafter TV Bildung und Online Games wird seine Spuren hinterlassen. Mit der Trägheit der freien Stunden verliert man die Motivation, sich wieder um einen Lebensinhalt zu bemühen. Die Menschen, die so leben, haben oft nicht einmal Lust, ihre Wohnung in Ordnung zu bringen oder sich um einen längst fälligen Haarschnitt zu kümmern. Man verkommt und nimmt zu – ein Teufelskreis.

Menschen, die ihre Arbeit nach langer Zeit der Beschäftigung verlieren, fallen nicht selten in ein Loch, aus dem sie nur schwer wieder heraus kommen. Die Verbitterung, dass es gerade einen selbst getroffen hat, spielt mit dem Gefühl zusammen, wert- und nutzlos zu sein. Das Geld wird knapp, weswegen man sich in der nun immensen Freizeit auch nicht wirklich etwas leisten kann. Dies sind nicht die besten Voraussetzungen, neuen Mut zu fassen. Bis man sich versieht, leidet man an einer ausgeprägten Depression, die nur schwer zu bekämpfen ist. Leider ist nicht für jeden eine neue Arbeit im Angebot oder eine Veränderung der Einstellung zur Sachlage möglich. Lieber schränkt man sich ein, bezieht Hartz IV und empfindet es als schlimm, das tägliche Essen aus dem Supermarkt holen und das Haus verlassen zu müssen. Die Flucht in den Alkohol oder andere Suchten ist eine Folge, die aus all diesen Faktoren leider nur allzu oft resultiert.

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