Das Klo ist nicht der schmutzigste Ort im Haus
Wo Menschen und Tiere in Gemeinschaft leben, entstehen auch Schmutz und Keime – und damit eine Menge Risiken für die Gesundheit. Alle, die davon ausgehen, dass das Badezimmer einfach in seiner Art der Verwendung der schmutzigste Ort im Haus ist, unterliegen einer argen Täuschung. Vielmehr sind es Orte, bei denen man gar nicht davon ausgehen möchte, dass sie mit Keimen verunreinigt sind, die aber bei Tests horrende Ergebnisse zeigten.
Der Spüllappen und die Spülbürste in der Küche kommen mit Speiseresten in Kontakt. Da wundert es auch nicht, dass bereits nach wenigen Tagen der Benutzung hier gravierende Verunreinigungen, die man nicht unbedingt mit bloßem Auge erkennen kann, zu beklagen sind. Der Spüllappen muss daher regelmäßig gewaschen oder ausgetauscht werden und auch die Spülbürste hat nichts dagegen, einmal wieder in der Spülmaschine zu landen. Damit werden, vorausgesetzt, man benutzt nicht ein kaltes Kurzprogramm, die Keime abgetötet und die Verwendung ist wieder bedenkenlos möglich. Überhaupt kann man davon ausgehen, dass die Anzahl von Keimen in der Küche deutlich gegenüber dem Badezimmer abhebt.
Ein weiterer Ort des Grauens, zumindest unter dem Mikroskop, sind Telefonhörer und Handy. Man hustet in die Hand, kurz danach geht man an das Telefon, um zu telefonieren. Schon sind die Keime auf dem Plastik und wandern von dort zum nächsten Benutzer des Gerätes. Gleiches gilt für Lichtschalter und Fernbedienungen, sowie alle anderen Stellen im Haus, die von vielen Personen benutzt werden. Ein Tummelplatz für Milben, Schmutz und Bakterien ist auch das eigene Bett, vor allem, wenn ein Hunde- oder Katzenschlafplatz hier gleich mit enthalten ist. In der Regel kann die Immunabwehr des Menschen diese Verschmutzungen aber auch bei normalem und regelmäßigem Reinigungsaufwand kompensieren.